Avsnittssammanfattning
Eine Kaffeetasse kann zur Figur werden. Entscheidend ist für Marius Kob, dass er selbst an ihr Leben glaubt – und das Publikum mit ihm. Der Figurenspieler und Figurenbauer bringt einen Gorilla aus Peddigrohr mit ins Studio und zeigt, wie schon eine kleine Bewegung den Eindruck wecken kann, eine Figur denke und fühle. Aufgewachsen ist Kob in Magdeburg. Zum Theater kam er als Jugendlicher durch eine Kabarettgruppe an seiner Schule. Sein erster Auftritt begann mit Jubel und endete damit, dass kaum noch jemand zuhörte. Die Frage, wie auf der Bühne ein Austausch mit dem Publikum entsteht, beschäftigt ihn bis heute. Später entdeckte er das Figurentheater und wusste: das ist mein Weg. Kob baut und spielt Figuren, arbeitet mit Schulklassen und kuratiert für das internationale Basler Figurentheaterfestival. Ihn interessiert, was Theater bei Menschen auslösen kann. Ein Stück soll für ihn mehr bieten als einen überraschenden Effekt: Es soll berühren. Auch die Frage nach Heimat begleitet seine Arbeit. Ein eigenes Stück…
Eine Kaffeetasse kann zur Figur werden. Entscheidend ist für Marius Kob, dass er selbst an ihr Leben glaubt – und das Publikum mit ihm. Der Figurenspieler und Figurenbauer bringt einen Gorilla aus Peddigrohr mit ins Studio und zeigt, wie schon eine kleine Bewegung den Eindruck wecken kann, eine Figur denke und fühle. Aufgewachsen ist Kob in Magdeburg. Zum Theater kam er als Jugendlicher durch eine Kabarettgruppe an seiner Schule. Sein erster Auftritt begann mit Jubel und endete damit, dass kaum noch jemand zuhörte. Die Frage, wie auf der Bühne ein Austausch mit dem Publikum entsteht, beschäftigt ihn bis heute. Später entdeckte er das Figurentheater und wusste: das ist mein Weg. Kob baut und spielt Figuren, arbeitet mit Schulklassen und kuratiert für das internationale Basler Figurentheaterfestival. Ihn interessiert, was Theater bei Menschen auslösen kann. Ein Stück soll für ihn mehr bieten als einen überraschenden Effekt: Es soll berühren. Auch die Frage nach Heimat begleitet seine Arbeit. Ein eigenes Stück…
Avsnitt
Marius Kob: «Ein Glas könnte auch ein See sein»
LyssnatEine Kaffeetasse kann zur Figur werden. Entscheidend ist für Marius Kob, dass er selbst an ihr Leben glaubt – und das Publikum mit ihm. Der Figurenspieler und Figurenbauer bringt einen Gorilla aus Peddigrohr mit ins Studio und zeigt, wie schon eine kleine Bewegung den Eindruck wecken kann, eine Figur denke und fühle. Aufgewachsen ist Kob in Magdeburg. Zum Theater kam er als Jugendlicher durch eine Kabarettgruppe an seiner Schule. Sein erster Auftritt begann mit Jubel und endete damit, dass kaum noch jemand zuhörte. Die Frage, wie auf der Bühne ein Austausch mit dem Publikum entsteht, beschäftigt ihn bis heute. Später entdeckte er das Figurentheater und wusste: das ist mein Weg. Kob baut und spielt Figuren, arbeitet mit Schulklassen und kuratiert für das internationale Basler Figurentheaterfestival. Ihn interessiert, was Theater bei Menschen auslösen kann. Ein Stück soll für ihn mehr bieten als einen überraschenden Effekt: Es soll berühren. Auch die Frage nach Heimat begleitet seine Arbeit. Ein eigenes Stück…
Jean-Martin Büttner: Ich hätte gern Kinder gehabt
LyssnatJean-Martin Büttner studiert an der Universität Zürich klinische Psychologie, Psychopathologie und Anglistik. Bald erkennt er: Psychologe wird er nicht. Musik und Schreiben faszinieren ihn mehr. Sein erster Artikel entsteht aus einem erbosten Leserbrief an eine Musikzeitschrift. Der Chefredakteur fordert ihn auf: «Mach es besser.» Büttner nimmt die Herausforderung an, schreibt besser und arbeitet später Jahrzehnte für den «Tages-Anzeiger» – als Bundeshauskorrespondent, Westschweizkorrespondent, Inlandredaktor und Musikkritiker. Seine Dissertation, mehrere hundert Seiten stark, widmet sich der Rockmusik als Erzählweise. Kurz vor der Pensionierung verändert ein Unfall sein Leben. Büttner verbrüht sich die linke Hand, die Finger müssen amputiert werden. Ein Stumpf bleibt. Nach sechs Operationen und einer langen Zeit der Ungewissheit beginnt sein Leben mit Prothese. Wie er mit seiner Versehrung lebt, warum er gerne Vater wäre und wieso er seit seiner Kindheit der Musik verfallen ist, erzählt Jean-Martin Büttner…
Elke Heidenreich: «Was rettet uns, wenn nicht die Kultur?»
LyssnatBei aller Liebe zur Literatur: Am liebsten wäre Elke Heidenreich Musikerin geworden. Schon als Kind sass sie stundenlang vor dem Radio. Klavierstunden konnte sie sich erst viel später leisten. Welche Werke sie durch ihr Leben begleiten, erzählte die Autorin und Kritikerin im Hotel Waldhaus in Sils. Noch heute kann Elke Heidenreich jedes Wort mitsingen, wenn «Jamaica Farewell» mit Harry Belafonte läuft - ein Sehnsuchtsstück in ihrer Kindheit im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit. Dank ihrer Mutter, die begeistert Wunschkonzerte hörte, entdeckte sie früh ihre Leidenschaft für Musik. Später, als sie als Pflegekind bei einer Pastorenfamilie lebte, sang sie im Bach-Chor mit. Und dort übte sie sich auch erstmals als Literaturkritikerin: «Samstags hat der Pfarrer uns immer seine Predigt vorgelesen, und wir durften sagen, wie wir das finden. Und er hat tatsächlich Dinge eingearbeitet, die ich als 15jähriges Mädchen gesagt habe.» In «Musik für einen Gast» erzählt Elke Heidenreich im Gespräch mit Irene Grüter, warum sie…
Mirjam Skal: «Musik kann eine Experimentierküche sein»
LyssnatSollte Sie bei der neuen SRF-Krimiserie «Blind» ein Schauer überkommen, liegt das womöglich an Mirjam Skal. Und an den beiden Eieruhren, die sie sich gekauft hat. Mit knapp 30 ist Skal bereits eine der gefragtesten Filmkomponistinnen der Schweiz – und bedient sich gern ungewöhnlicher Instrumente. Barbie und Schwanensee. Eine eher überraschende Verbindung. Und auch nicht unbedingt eine, bei der man an musikalische Frühbildung denkt. Das sagt auch Mirjam Skal. Doch damals, in den frühen Nullerjahren, als sie als kleines Mädchen mit ihrer Schwester und ihrer Cousine vor dem Fernseher sass und «Barbie of Swan Lake» schaute, sei der Moment gewesen, in dem Filmmusik ihr zum ersten Mal bewusst aufgefallen sei. Heute ist sie Mirjam Skals Beruf. Am diesjährigen Zürich Film Festival ist die Zürcher Komponistin gleich mit drei Produktionen vertreten, darunter «Blind», die neue SRF-Krimiserie, die dort am 27. September Premiere feiert. Doch auch an internationalen Projekten war Mirjam Skal bereits beteiligt, etwa am…
Tamara Štajner: «Es fehlt an wütenden Frauen»
LyssnatIn ihrem aktuellen Roman «Luft nach unten» beschreibt die Schriftstellerin, Musikerin und Performerin Tamara Štajner eine Frau, die so richtig schön wütend werden kann. Etwas, was ihr in der sonstigen Literatur immer gefehlt hat. Tamara Štajner stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien, ist aber zu jung, um wirklich noch Erinnerungen daran zu haben. Auch der Jugoslawienkrieg ist an ihr vorbeigegangen, denn sie wuchs in Slowenien auf, wo der Krieg glücklicherweise nur wenige Tage gedauert hat. Trotzdem ist sie von der jugoslawischen Geschichte geprägt, hatte sie doch einen Grossvater, der Zwangsarbeit bei den Deutschen, den Kampf der Partisanen und die Gefangeneninsel Goli Otok er- und überlebt und trotzdem nie den Glauben ans Gute verloren hat. Sie selbst zieht als junge Frau nach Wien um Viola zu studieren. Sie wird Musikerin, Performerin und Schriftstellerin und gewinnt mit Auszügen aus ihrem aktuellen autobiografisch motivierten Roman «Luft nach unten» den «Kelag-Preis» beim Wettlesen am…