NZZ Akzent

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Gut informiert in 15 Minuten. Die Korrespondenten und Redaktorinnen der NZZ erzählen jeden Tag eine Geschichte, die die Welt bewegt. Ob Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft – wir liefern fundierte Analysen, spannende Geschichten und neue Perspektiven, verständlich eingeordnet und auf den Punkt gebracht. Das ist «NZZ Akzent» – immer montags bis freitags. Jeden zweiten Samstag gibt es ausserdem eine exklusive Extrafolge, in der unsere Korrespondentinnen von ihrem Arbeitsalltag im Ausland berichten.
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Avsnittssammanfattning

In dieser Episode beleuchtet die NZZ-Redaktorin Ina Hartwig das Schicksal von Lida Monjava, der Gründerin des Moskauer Kinderhospizes „Haus mit dem Leuchtturm“. Obwohl sie primär als Wohltäterin für todkranke und schwerbehinderte Kinder bekannt ist, geriet sie durch ihre Kritik am russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ins Visier des Staates. Nach einer Verhaftung und der Drohung mit langjähriger Haft wurde gegen sie ein Urteil verhängt, das soziale Medien-Verbote und Ausgangsbeschränkungen vorsieht. Das Gespräch thematisiert die tiefe gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen in Russland sowie die zunehmende Repression durch das Regime. Trotz der Gefahr einer Inhaftierung und des Drucks, das Land zu verlassen, hält Monjava an ihrer Arbeit und ihrer moralischen Verantwortung in Russland fest.

Kapitel

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Höjdpunkter

Eigentlich ist sie eine Wohltäterin. Die Frau ist eine Art Nonne fast schon, kann man sagen. Aber in Russland vor allem dieser Tage ist das, was sie tut, sich nämlich um kranke und schwerstbehinderte und wirklich todkranke Kinder zu kümmern, eigentlich politischer Aktivismus.

00:02:04 · Der Sprecher erklärt, warum die humanitäre Arbeit von Lida Monjava im aktuellen politischen Klima Russlands als politisch eingestuft wird.

Und wenn sie 18 werden oder vielleicht schon ein bisschen früher, wenn es auf die Krankheit ankommt, werden sie in sogenannte psychoneurologische Internate abgeschoben. Die werden abgekürzt als Pnie und dieses Pnie steht eigentlich für die Hölle.

00:05:50 · Die Redakteurin beschreibt die prekären Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen nach Erreichen der Volljährigkeit.

Aber sie macht sein Leben bunter, sonst würde er einfach wie in einem, sie nennt es Konzentrationslager, herumliegen und sich total aufgeben.

00:10:31 · Ein Zitat über die Motivation, trotz schwerster Krankheit Lebensqualität durch sensorische Momente zu ermöglichen.

Und am Jahrestag des Krieges, also im Februar 23 dann schon, hat sie bei sich im Facebook die Frage gestellt, wie viele unschuldige Menschen sind in diesem Jahr durch die Schuld meines Landes ums Leben gekommen?

00:12:33 · Die Redakteurin erläutert den konkreten Grund für die strafrechtliche Verfolgung Monjawas.

Das sagt vor allem eines aus, dass Russland ein Willkürstaat ist und dass es wirklich jeden treffen kann. In diesem Land ist letztlich niemand sicher.

00:16:27 · Die Redakteurin zieht ein Fazit über die Auswirkungen des Regimes auf die gesamte Gesellschaft.

Avsnitt

1646-

Russlands «Mutter Teresa» kritisiert den Krieg - und soll ins Gefängnis

In dieser Episode beleuchtet die NZZ-Redaktorin Ina Hartwig das Schicksal von Lida Monjava, der Gründerin des Moskauer Kinderhospizes „Haus mit dem Leuchtturm“. Obwohl sie primär als Wohltäterin für todkranke und schwerbehinderte Kinder bekannt ist, geriet sie durch ihre Kritik am russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ins Visier des Staates. Nach einer Verhaftung und der Drohung mit langjähriger Haft wurde gegen sie ein Urteil verhängt, das soziale Medien-Verbote und Ausgangsbeschränkungen vorsieht. Das Gespräch thematisiert die tiefe gesellschaftliche Stigmatisierung von Menschen mit Behinderungen in Russland sowie die zunehmende Repression durch das Regime. Trotz der Gefahr einer Inhaftierung und des Drucks, das Land zu verlassen, hält Monjava an ihrer Arbeit und ihrer moralischen Verantwortung in Russland fest.

18 Sep 2026
1645-

Iran: Wie das Kopftuch langsam aus dem Alltag verschwindet

Der Podcast thematisiert die sich wandelnde Situation der Frauen im Iran vier Jahre nach dem Tod von Mahsa Amini. Der Reporter Teseo Lamarca beschreibt, wie die strikte Einhaltung der Hijab-Pflicht durch gesellschaftlichen Wandel und geopolitische Krisen – insbesondere den israelischen Angriff im Juni 2025 sowie Cyberoperationen des Mossad – vorübergehend gelockert wurde. Während Frauen den öffentlichen Raum zunehmend ohne Kopftuch nutzen, bleibt die Freiheit fragil, da das Regime durch technologische Überwachung und wirtschaftliche Notlagen weiterhin repressive Methoden anwendet.

17 Sep 2026
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KI-Bremse: Anthropic und Co. wollen Vorsicht, Trump nicht

In dieser Episode diskutieren Dominik Schottner und die US-Korrespondentin Marie Astrid Langer über die wachsenden Sicherheitsbedenken innerhalb der KI-Branche. Im Zentrum steht die Warnung des ehemaligen Anthropic-Mitarbeiters Jacob Coxon vor den Gefahren durch 'Recursive Self-Improvement', bei dem sich KI-Modelle selbst trainieren und so die menschliche Kontrolle übersteigen könnten. Es wird beleuchtet, wie führende CEOs wie Dario Amodei von Anthropic sowie Sam Altman von OpenAI überraschendende Forderungen nach externer Kontrolle und globaler Koordination stellen. Die Diskussion umfasst zudem die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Aktienmarkt, insbesondere bei Unternehmen wie Nvidia, sowie das geopolitische Spannungsfeld zwischen den USA und China. Während Tech-Führer versuchen, Leitplanken für die Entwicklung von Frontier-Modellen zu etablieren, warnt die Politik vor einem Verlust der technologischen Vorherrschaft gegenüber China. Die Episode beleuchtet das Dilemma zwischen notwendiger technologischer Verlangsamung zur Risikominimierung und dem globalen Wettbewerbsdruck.

16 Sep 2026
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Er war Pablo Escobars Logistiker – nun ist er Rentner

In dieser Episode von NZZ Akzent berichtet der Lateinamerika-Korrespondent Alexander Busch über ein außergewöhnliches Treffen in Kolumbien. Im Zentrum steht Carlos Leda, ein 77-jähriger Mann, der einst als einer der bedeutendsten Logistiker des Medellín-Kartells galt und die Lieferketten für Kokain in die USA mitaufbaute. Der Bericht beleuchtet Leda als Pionier des modernen Kokainschmuggels, seine Zusammenarbeit mit Pablo Escobar sowie seinen langjährigen Weg durch das US-Gefängnissystem bis hin zu seiner Entlassung nach Deutschland. Das Gespräch vertieft die Mechanismen der damaligen Drogenpolitik unter Nixon und Reagan und zieht Parallelen zur aktuellen globalen Drogenbekämpfung. Trotz seiner kriminellen Vergangenheit und einer Haftstrafe von über drei Jahrzehnten zeigt sich Leda heute als bescheidener Rentner, der mit Merchandising sein Auskommen sichert, ohne dabei tiefgreifende Reue für seine Rolle im Aufbau des internationalen Kokainhandels zu zeigen.

15 Sep 2026
1642-

Kriegsangst in Estland: Wie lebt es sich mit Russland als Nachbar?

In dieser Episode von NZZ Akzent thematisiert die Korrespondentin Linda Koponen die wachsende Unsicherheit und wirtschaftliche Belastung in Estland. Anhand der Schicksale eines südafrikanischen Expats, der aufgrund der russischen Bedrohung eine Flucht nach Portugal plant, und einer estnischen Schneiderin, die unter hoher Inflation und steigenden Verteidigungsausgaben leidet, wird die prekäre Lage im Baltikum beleuchtet. Der Bericht untersucht die historischen Traumata der Sowjetzeit, die Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die regionale Sicherheit sowie die zunehmende wirtschaftliche Instabilität durch hohe Mehrwertsteuersätze und Energiepreise.

14 Sep 2026